Puerto Montt 160 000 Einwohner Die Stadt wurde 1853 von deutschen Einwanderern gegründet, die der eigentliche Stadtgründer, Vicente Perez Rosales, als chilenischer Einwanderungskommissar betreute, um die Region zu besiedeln. Um einer Überfremdung durch protestantische Siedler vorzubeugen, verfügte die chilenische Regierung 1880 einen Einwanderungsstopp. Das Bild der Stadt wurde wesentlich durch die deutschen Siedler geprägt. Charakteristisch sind die mit Holztäfelung verkleideten bäuerlichen Bauten aus dem 19. Jh. Puerto Montt liegt an einer gut geschützten Hafenbucht am Meerbusen von Reloncavi auf der Küstenterrasse und den Randhügeln. Hier endet die »Carretera Panamericana«. Schiffe und Fähren nach Feuerland, der Chiloe-Insel und zu allen südlicher gelegenen Städten starten in Puerto Montt. Seendistrikt Nördlich von Puerto Montt befindet sich der Seendistrikt, der sich bis nach Argentinien hineinzieht, so daß man z. B. am Perez-Rosales-Paß die Anden per Schiff überqueren kann. Zahlreiche Touristen besuchen diese Landschaft, die durch schneebedeckte Berge, kristallklare Seen, Vulkane, große Waldgebiete und Gletscher gekennzeichnet ist. Im Sommer herrscht hier ein angenehmes sonnig-warmes Klima.
UMGEBUNG San-Rafael-Gletscher: Von Puerto Montt mit dem Schiff zu erreichen ist die in der Region Aisen gelegene Laguna San Rafael. In diese Meeresbucht (123 km2) reicht der mächtige Gletscher, der im nördlichen patagonischen Inlandeis entspringt. Das Zungenende ist ca. 4 km breit und 30 m hoch. Der Gletscher durchbricht einen Regenwald, in dem zahlreiche Kolibris und Papageien leben. Er ist der äquatonächste, das Meer erreichende Gletscher (46° 45' südlicher Breite). Auf der Nordhalbkugel liegt auf gleicher Breite Venedig. |